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Geräte: SBTC3 | SBTC4

Der Selbstbau-Tauchcomputer Version 3 (SBTC3b)

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1. Neuerungen des SBTC 3 gegenüber dem SBTC 2

1. Die Software wurde "gestrafft"

Entfernt wurden

  • Anti-Diveguide-Funktion (Ich tauche nur noch guidefrei).
  • Trimixberechnung (Brauch' ich nicht).
  • Konstanter ppO2 für CCR-Taucher (Brauch' ich auch nicht).
  • Aufstiegswarnung entfernt (Brauche ich noch weniger, ich kann mittlerweile ohne Computerhilfe senkrecht aufsteigen ohne in die Erdumlaufbahn einzuschießen ).

Hinzugefügt wurden

  • Batteriespannungsgüberwachung (Anzeige in 1/10 V).
  • Temperaturanzeige in 1/10°-Schritten.
  • Oberflächenpausenanzeige in hh:mm.

2. Hardware vereinfacht bzw. geändert

  • Sensormessverstärker für Drucksensor wurde vereinfacht.
  • Sensormessschaltung für Temperatursensor wurde stark vereinfacht.
  • Geänderter Drucksensor: Intersema MS5212BZ, Analogtyp, max. 12 bar p.amb, in mit Silikonöl gefüllter Sensorkammer und durch dünne Membran (alte Ausatemmembrane eines Lungenautomaten) zum Wasser abgeschirmt.
  • 1 LED entfernt (Aufstiegswarnung).
  • Nur noch eine Versorgunsspannung (+5V) mit Low-Drop-Spannungsregler LM2931.
  • Größerer Akku (850 mAh), 5 Zellen in Serie.

SBTC V3 - Platine

Die Platine des SBTC3

(C) Peter Rachow
Die Platine von unten

3. Zu den Details

3.1 Drucksensor

Aufgrund der Tatsache, dass ich noch einige Drucksensoren des Intersema-Typs MS5212BZ vorrätig hatte, wurde dieser Sensor verwendet. Es wurde eine mit Silikonöl gefüllte Sensorkammer entworfen, die mit einer Membrane gegen das Wasser abdichtet, da dieser Sensor nicht direkt mit dem Medium in Berührung kommen darf, weil er keinen Gelschutz enthält (dieser ist erst in neueren Versionen verfügbar wobei der Gelschutz auch nur für nicht-hochkorrosive Medien ausreicht).

3.1.1. Konstruktion der Sensorkammer

Es zuerst wurde ein flacher Gummiring (Außendurchmesser 2,4 cm, Innendruchmesser 1,4 cm, im Baumarkt erhältlich zur Anschlussabdichtung des Waschmaschinenzulaufs) mit 4 Löchern 2 mm durchbohrt. Hierfür stellt man sich vorher am PC eine Bohrschablone auf Papier her, da man das Lochmuster noch mehere Male benötigt. Die Löcher werden auf einer Seite angesenkt und Senkkopfschrauben 2 mm x 10 eingesteckt. Der Ring wurde dann mit UHU-plus von außen auf den Acrylglasdeckel des SBTC geklebt:

Unterer Ring des Sensorgehäuses
Unterer Ring des Sensorgehäuses mit noch nicht eingebautem Sensor


Dann wurde eine alte Ausatemembrane eines Atemregler mit 4 im gleichen Raster angelegten Löchern durchbohrt und ein zweiter identischer Ring hergestellt und ebenfalls mit 4 Bohrlöchern 2mm ausgestattet. Probeweise werden alle Komponenten nun zur Sensorkammer zusammengefügt und verschraubt:

Die Sensorkammer im Probezusammenbau
Die Sensorkammer im Probezusammenbau

Der Sensor wird nun mit UHU-plus von unten in den Acrylglasdeckel dicht eingeklebt. Zuerst wir ein Ringausschnitt aufgeklebt und später in einem 2. Arbeitsschritt der entstehende Raum komplett mit UHU-plus vergossen:

Der Drucksensor vor dem Einkleben (C) Peter Rachow
                              Der Drucksensor vor dem Einkleben und Vergießen,  ...und danach.

Und das fertige Gerät in tauchbereitem Zustand:

(C) Peter Rachow